Kurzweiliger Nachmittag „rund um den Apfel“

Geschäftiges Treiben am letzten Samstag an der OGV-Blütenhütte. Dorthin hatten unser Verein und die Roßwälder Jungscharleiter Kinder und Jugendliche eingeladen, um gemeinsam zu erleben, wie aus eh schon leckeren Äpfeln noch schmackhaftere Sachen gemacht werden können.

Dazu kam Franz Drescher eigens mit seiner Handpresse in die Halde gefahren, den Hänger weiter beladen mit allem Zubehör, was man so braucht, um aus Äpfeln Saft zu machen. Unterstützt von einigen Erwachsenen, wurde das feste, handverlesene Obst gewaschen, gemahlen und so lange durch die Presse gedrückt, bis unten dunkelbrauner süßer Saft aus dem Gefäß tropfte. Und da diese Arbeit ganz schön in die Arme geht, wurden die 12 Mädels und Jungs schnell zu Teamworkern, die sich bei allen Tätigkeiten regelmäßig abwechselten. So hatte jede und jeder sich mit allen Arbeitsschritten beschäftigen können und sich nicht nur das Probiererle, sondern auch die Flasche mit Frischgepresstem für zu Hause redlich verdient. Ein weiterer löblicher Nebeneffekt: Alle wissen jetzt, dass Apfelsaft definitiv nicht aus der Flasche oder dem Tetrapack kommt.

Redlich verdient hatten sie sich auch die Resultate der zweiten Idee zur Apfeloptimierung. Dazu wurde in Lagerfeuermanier weiße und braune Schokolade in Einmachgläsern im Wasserbad erhitzt und flüssig gemacht. Dann wurden Tafeläpfel gewaschen, gut abgetrocknet, der Stiel abgedreht und stattdessen ein hölzerner Spieß in den Apfel hineingedrückt. Jeder wird den nächsten Schritt erahnen: Richtig, jetzt wurden die Apfelspieße kopfüber in die flüssige Schokolade getaucht. Schon war der Schokoapfel fertig; fast jedenfalls, denn es dauerte noch eine Weile, bis die Süßigkeit essfertig abgekühlt und entsprechend hart war. Diese Zeit wurde eifrig genutzt, um die ohnehin schon tollen Hingucker in edle Meisterwerke zu verzieren. Dazu halfen die jeweils andersfarbige Schokolade, Nußstreusel und farbige Zuckerperlen.

So konnten letztendlich alle viele Sachen mit nach Hause nehmen: Frischen Apfelsaft, Äpfel mit viel Schokolade und T-Shirts mit ebenfalls der selbigen darauf. Wir hoffen, die Eltern mögen uns den zusätzlichen Waschgang verzeihen. Uns Erwachsenen hat der Nachmittag viel Spaß gemacht, den Kids ganz offensichtlich ebenfalls und auch Franz Drescher war trotz seines großen Aufwands von der Aktion beeindruckt und stellte in Aussicht: „Das mach´ mer nächstes Jahr wieder!“ Für dieses Versprechen und die Unterstützung am letzten Samstag Dir und allen Helferinnen und Helfern herzlichen Dank!

Das gemeinsame Orgateam von
OGV und Jungschar

Die drei ??? auf der Suche nach Mister X

Mitte Juli trafen sich am Gemeindehaus in Roßwälden 28 Kinder und 12 Mitarbeiter um sich auf die Suche nach Mister X zu machen. Nach der Begrüßung durch Reinhold Hägenläuer sangen wir Laura ein Geburtstagslied und anschließend bekamen alle kleinen und großen Detektive ihr Erkennungszeichen – eine Sherlock-Holmes-Mütze! Da Pfr. Kohnke auf dem Pfarrkonvent in Krakau und Auschwitz war, wünschte die 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats Dagmar Mammel, dass das Wochenende und das Miteinander ganz im Sinne des folgenden Spruches steht: Mensch ich hab dich gern es ist kein Zweiter so wie du. Einzigartig bist du, einmalig (…) meinetwegen musst du nicht ohne Fehler sein, perfekt und vollkommen – Ich hab dich doch gern!
Nach unserer Ankunft in Kirchheim wurden die Zelte bezogen und trotz fast zwei Stunden Fußmarsch Fußball, Volleyball und Indiacca gespielt. Zum Abendessen gab es dann gegrillte Würste und später zum Tagesabschluss hörten wir eine spannende Detektivgeschichte. Die Nachtruhe fand erst sehr spät statt.
Am Samstagmorgen wurden die Detektive in 5 Gruppen eingeteilt und erhielten ihren Ausrüstungskoffer: Stadtplan, Stifte, Papier, Tesa, Schere, Pinsel, Handschuhe, Fingerabdruckpulver, Morsealphabet, Spiegel, Foto und Geld. Denn um Mister X zu finden mussten viele Indizien gesammelt und Aufgaben gelöst werden. Geheimschriften mussten entziffert, Fingerabdrücke genommen, Hinweise entschlüsselt, Phantombilder erstellt und gefunden, sowie Fotos gemacht und entwickelt werden. Barcodes gelesen und Gummibärchen gekauft, Fusseln gefunden und Reifenabdrücke ausgegossen werden. Die Gruppen konnten gegen 15.15 Uhr Mister X schlafend auf einer Bank in der Innenstadt entdecken. Der Regenschauer um die Mittagszeit konnte uns aufgrund unserer guten Mützen nicht viel anhaben.
Nach einem guten Abendessen waren Experimente dran. Die Gruppen erhielten eine Aufgabe und das zugehörige Material gestellt um dann die Lösung durch experimentieren herauszufinden. Wie kann man ein Glas am Arm befestigen ohne dass es herunter fällt? Wie verändert sich eine Flamme durch Metallpulver? Wie kann man eine exakte Menge Wasser in einem zu großen Behälter feststellen? Wie kann man Wasser von einem Glas in ein anderes füllen ohne es umzuleeren? Kann man Holz mit dem Messer schneiden? Wie kann man über eine längere Distanz miteinander reden, ohne Handy?
Am nächsten Morgen feierten wir unseren Lagergottesdienst, natürlich ging es dabei auch rätselhaft zu. Außerdem erstellten die Teilnehmer noch gegenseitige Phantombilder, anhand derer die Eltern ihre Kinder wiedererkennen mussten. Die strahlenden Kinder und Eltern sind für uns ehrenamtlichen Mitarbeiter das größte Lob. Um so motivierter waren wir die 6 Zelte abzubauen – bevor der große Regen kam.
Da es der Kirchengemeinde und den Mitarbeitern stets wichtig ist, Veranstaltungen für Kinder günstig anzubieten, werden nach Abrechnung der Kosten von der Kirchengemeinde und aus der Jugendkasse (Altpapier, Weihnachtsmarkt…) jeweils ca. 500,- € zugeschossen.

Dagmar Mammel